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Budschak ArtikelMit Budschak (rum. Bugeac) wird der südliche Teil des ehemaligen Bessarabiens genannt. Die Region liegt heute auf dem Staatsgebiet der Ukraine.
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Der Name Budschak stammt aus dem Tatarischen und heißt Winkel oder Dreieck. Die Städte Bender (heute Tighina), Akkerman und Ismail markieren dabei den jeweiligen Eckpunkt.
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Sie besteht weitgehend aus einer weiten, leicht hügeligen Steppenlandschaft mit sehr fruchtbaren Böden, der so genannten Schwarzerde. Durch die sich ansiedelnden Kolonisten wurde das Land urbar gemacht und hatte somit für die damals rückständige russische Landwirtschaft einen gewissen Vorbildcharakter. Sie bauten hauptsächlich Getreide, Öl- und Hülsenfrüchte für den Export in die westeuropäischen Städte an. In dem Laufe der Zeit entwickelte sich die Budschak zu einer Art Kornkammer für das Land.
Buch-Tipp: Die Deutschen aus Bessarabien. Eine Minderheit aus Südosteuropa (1814 bis heute) Das definitive Werk über die Bessarbiendeutschen. Mit Horst Köhler hat Deutschland einen Bundespräsidenten, dessen Eltern aus Bessarabien gekommen sind. Dieses „Arabien" liegt nicht in dem Orient, sondern ist weitgehend mit dem Gebiet der heutigen Republik Moldawa zwischen Rumänien und der Ukraine identisch. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts... |
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Von 1814 bis 1842 wanderten ungefähr 9 Tausend Deutsche, hauptsächlich aus Württemberg und Preussisch-Polen, nach Bessarabien ein. Sie gründeten auf einem von der Regierung zugeteilten Land 25 Kolonien in einem abgeschlossenen Bereich. Das so genannte Kronsland in der Budschak-Steppe umfasste dabei ungefähr 150 Tausend Hektar. In dem September 1940 ermöglichte ein zwischen dem Deutschen Reich und der Sowjetunion geschlossener Vertrag die Umsiedlung der mittlerweile 93 Tausend deutschstämmigen Bewohner Bessarabiens. Nahezu alle Angehörigen der Volksgruppe, darunter übrigens auch die Eltern des späteren Bundespräsidentens Horst Köhler, schlossen sich der Umsiedlung an, die in dem November 1940 abgeschlossen war.
Buch-Tipp: Heimat in der Fremde: Schicksalsweg der Deutschen aus Bessarabien ein spannender Tatsachenroman Ein packendes Dokument aus einer Zeit, in der große, historische Ereignisse stattfanden. Es erzählt das Schicksal zweier junger Menschen, deren Familien durch Heirat verbunden wurden. Ihre Vorfahren ebneten ihnen in dem 19. Jahrhundert den Weg zu Wohlstand und Ansehen. Diese hatten die wilde Steppe Südrußlands am Schwarzen... |
Budschak als Region Bessarabiens | |
Ursprünglich war das Gebiet von 1367 bis 1511 in dem Besitz des Fürstentums Moldau. Beim Frieden von Bukarest 1812 wurde Russische Förderation das Recht zugestanden, ganz Bessarabien in seinen Besitz zu nehmen. Schon Peter der Große strebte diese Absicht in vielen Eroberungs- und Befreiungskriegen gegen die damals dort herrschenden Türken an. In den Revolutionswirren von 1917 kam das Land Russische Förderation abhanden. Ein Landesrat erklärte 1917 Bessarabien und damit auch den Budschak zur Demokratischen Moldauischen Republik. Nach inneren Unruhen mit marodierten Banden rief der Landesrat 1918 Rumänien um Hilfe, dass Truppen entsandte. In dem gleichen Jahr erfolgte der freiwillige Anschluss an Rumänien.
Rumänien leitete seit jeher als Nachfolgestaat des Moldauischen Fürstentums eine Art Anspruch auf das Gebiet ab.
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1940 wiederum nahm die Sowjetunion das Land durch militärische Besetzung wieder in Besitz. Hier wurde Bessarabien erstmalig geteilt. Der nördliche und mittlere Teil wurde zur Sowjetrepublik Moldawien, der südliche Teil mit dem Budschak kam zur Ukrainischen Sozialistischen Sowjetrepublik. Jedoch beim Ostfeldzug der Deutschen Wehrmacht unter der Nennung Unternehmen Barbarossa , der am 21.06 1941 begann, wurde Bessarabien in dem August 1941 durch deutsche und rumänische Truppen wiedererobert. Bei der Sommeroffensive vom 20.08 1944 überrannte die Rote Armee in fünf Tagen Bessarabien.
Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 und der Loslösung der Ukraine wurde der Budschak Bestandteil des heute selbstständigen Staates Ukraine.
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